Haus Posen

Das Haus Posen ist Teil einer Kasernenanlage, die 1934 als Fliegerhorst Rothwesten eröffnet wurde.

Das Haus diente als Mannschaftsunterkunft.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Fliegerhorst von den  amerikanischen Streitkräfte übernommen.

 

Der amerikanische Militärgouverneur General Lucius D. Clay ließ 1947 nach einem Ort suchen, an dem unter Geheimhaltung und strengster Abschirmung die gesetzlichen und verwaltungstechnischen Grundlagen einer Währungsreform für die drei westlichen Zonen erarbeitet werden sollte.

 

Der beauftragte Colonel Stroker wählte hierfür das Haus Posen im Fliegerhorst Rothwesten aus und ließ das Haus mit einer zusätzlichen Stacheldrahtzaunanlage sichern. Das Haus Posen erhielt die Bezeichnung Building Number One. Es wurde mit eigener Küche und Wäscherei versehen, war also von der übrigen Kaserne unabhängig.

                            „Festung“  Building Number One

 

 

 

Die Wachsoldaten hatten Redeverbot und Schießbefehl.

Auszug aus dem Wachbefehl

Ein entsprechender Hinweis war am Zaun angebracht

 

Vom 20 April bis 8. Juni 1948 wurden im Building Number One deutsche Finanzexperten untergebracht, die mit Vertretern der westlichen Alliierten die rechtlichen Grundlagen für die Durchführung  der Währungsreform ausarbeiteten. Ihnen war mitgeteilt worde, dass sie das Camp erst verlassen dürften, wenn die Arbeit erledigt sei. Daher die Bezeichnung „Konklave von Rothwesten“.

 

 

 

Edward E. Tenenbaum

 

De facto war der Leiter der amerikanischen Seite der damals 26 jährige Ökonom Edward A. Tenenbaum.

 

Später wurde das Gebäude unter dem alten Namen Haus Posen wieder als Mannschaftsgebäude genutzt. Nach Abzug der amerikanischen Streitkräfte zog die Bundeswehr  in das Kasernengelände ein. Das Haus erhielt die Bezeichnung U 17.

 

 

Wegen der strikten Geheimhaltung des Konklave gerieten die Vorgänge fast völlig in Vergessenheit.

Erst als Alfons Kössinger die Geschichte der Kaserne erforschte, stieß er (wieder) auf das Konklave und forschte weiter nach.

Als Ergebnis dieser und weiterer Nachforschungen wurde das Haus Posen wegen seiner ortsgeschichtlichen und wirtschaftgeschichtlichen Bedeutung mit Bescheid des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen vom 11.4.2007 als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz gestellt.

    

   

Seit 1993 ist im Haus Posen die Ausstellung über die Währunsreform 1948  eingerichtet. Im Erdgeschoss findet sich die Ausstellung über die Geschichte der Kaserne.

 

                         Haus Posen: Kulturdenkmal, Erinnerungs- und Lernort

 

Kontakt

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34233 Fuldatal-Rothwesten

Postanschrift
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Jeden 1. Samstag im Monat von 13.00 bis 17.00 Uhr, Einführungsvortrag 14.00 Uhr

und außerdem nach Anmeldung für Gruppen ab 10-12 Personen

 

 

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